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Das Management, dass Sie jetzt gerade brauchen

IONOS - Offizieller Partner
Vertreten durch die IT-Recht Kanzlei

THL-Consulting – Ihr Partner für nachhaltigen Unternehmenserfolg


THL‑Consulting unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen sowie Konzerne dabei, sich zukunftssicher aufzustellen. Wir bieten Management, Beratung, Recruiting und Coaching aus einer Hand – effizient, praxisnah und individuell.


Unsere Mission

Wir schaffen klare Strukturen, stärken Mitarbeitende und entwickeln Lösungen, die Unternehmen langfristig erfolgreich machen.


Was wir tun

  • Unternehmensberatung — Strategien und operative Begleitung für stabiles Wachstum
  • Coaching — Entwicklung von Fach‑ und Führungskräften
  • Recruiting — Vermittlung qualifizierter Fachkräfte über unser Spezialisten‑ und Talente‑Tool
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement — Maßnahmen für Gesundheit, Motivation und Leistungsfähigkeit


Unser Ansatz

Wir arbeiten ganzheitlich, transparent und mit fairen Beiträgen/Preisen. Unser Netzwerk aus Spezialisten – Berater, Coaches, Trainer, Dozenten, Produzenten und Headhunter – ermöglicht flexible, maßgeschneiderte Lösungen für nahezu jede Branche.

Für Sie

Aus EINER Hand

Management

Strategisches Denken trifft praxisnahe Umsetzung

Spezialisten entwickeln individuelle Strategien für Chancen-management und Markenpositionierung – und setzen sie gemeinsam mit unserem starken Netzwerk direkt in die Praxis um. So entstehen nachhaltige Ergebnisse, die Unternehmen messbar voranbringen.

Weiterbildung / Coaching

Wir bringen Spitzenkompetenz in Ihr Unternehmen

Wir rekrutieren ausgewählte Spezialisten aus unserem Netzwerk – erfahrene Coaches, Dozenten und Fachkräfte –, um Ihrem Unternehmen und Ihren Teams gezielt neuen Wissens‑ und Kompetenzschub zu geben.

Auf unserer Buchungsplattform finden Sie hochwertige Coachingprogramme, die praxisnahes Know-how mit nachhaltiger Entwicklung verbinden. Das Ergebnis: messbare Fortschritte, stärkere Teams und langfristiger Unternehmenserfolg.

Marketing / Vermarktung

Erleben Sie Markenmagie mit THL‑Consulting

Wir geben Ihren Produkten und Dienstleistungen eine starke, unverwechselbare Wirkung. Durch unser Netzwerk aus kreativen Spezialisten entwickeln wir crossmediale Kampagnen, die Geschichten erzählen, Emotionen wecken und Ihre Marke über alle Kanäle hinweg sichtbar machen.

Ob digital, print oder live: Wir verbinden kreative Ideen mit messbarer Performance. Dazu planen wir Events, die begeistern und nachhaltig in Erinnerung bleiben.

Mit THL‑Consulting wird Ihre Marke nicht nur wahrgenommen – sie wird erlebt.

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Betriebliches Gesundheitsmanagement mit THL‑Consulting

Wir bringen erstklassige Gesundheitsexperten direkt in Ihr Unternehmen und entwickeln Maßnahmen, die sofort spürbar wirken. Ob Prävention, Stressmanagement oder Fitness – unsere Spezialisten stärken nachhaltig die Gesundheit, Motivation und Leistungsfähigkeit Ihrer Mitarbeitenden.

Unsere Programme finden Sie schnell und unkompliziert auf unserem Buchungsportal: auswählen, buchen, durchstarten – für ein gesünderes, stärkeres Team.

Produktion

Ihr Executive Producer für starke Markenauftritte

Spezialisten gestalten Ihren Markenauftritt mit strategischem Feingefühl und kreativer Exzellenz. Als Ihr Executive Producer realisieren sie hochwertige Filmproduktionen, überzeugende Onlinepräsentationen und wirkungsvolle Werbekampagnen – alles aus einer Hand und perfekt auf Ihre Marke abgestimmt.

Sie machen Ihre Marke sichtbar, emotional erlebbar und nachhaltig wirksam. Jede Produktion, jedes Konzept und jede Kampagne verfolgt ein klares Ziel: Aufmerksamkeit schaffen, Vertrauen stärken und Wirkung erzielen.

Personal Recruiting

Spezialisten finden gezielt die passenden Fach‑ und Führungskräfte – aus einem starken Netzwerk und aus laufenden Bewerbungsverfahren. Sie übernehmen die komplette Vorauswahl sowie die Organisation und Durchführung der Bewerbungsgespräche, damit Ihr Auswahlprozess schnell, professionell und entlastend abläuft.

  • Gezielte Talentidentifikation aus Netzwerk und Bewerbermarkt
  • Passgenaue Vorauswahl für höhere Besetzungsqualität
  • Professionell geführte Interviews durch das Spezialisten-Team
  • Spürbare Entlastung Ihrer internen Ressourcen


Vermittlung von Spezialisten

Wenn’s brennt, kommen wir nicht mit Eimern – sondern mit Lösungen.


Umsatz im Sinkflug, Mitarbeiter im Ausfallmodus oder fehlende Skills im Unternehmen? Willkommen im Land der operativen Risiken! Projekte liegen auf Eis, Teams ohne Kapitän – und die Uhr tickt gnadenlos. Monatelanges Recruiting oder Stillstand? Keine Option.


THL-Consulting hat genau diese Einsätze auf dem Radar. Mit technischer Finesse, Branchenkenntnis und einem Schuss Recruiting-Zauber holen wir blitzschnell den passenden Profi aus unserem Expertentool – punktgenau, effizient und einsatzbereit.

Wir bringen Ihr Unternehmen wieder auf Kurs, damit Sie das Steuer übernehmen und mit einem Lächeln in die Zukunft steuern können.

Wer wir sind

THL‑Consulting – Dynamisch und flexibel


THL‑Consulting steht für eine moderne Beratungs- und Managementagentur aus Nordrhein‑Westfalen, die digital wie analog überzeugt. Wir verbinden strategisches Denken mit praxisnaher Umsetzung – flexibel, zielorientiert und immer am Puls der Zeit. Als Brückenbauer zwischen Unternehmen und Klienten schaffen wir Partnerschaften, die wirken, und Ergebnisse, die messbar sind.


Unser Ansatz

  • Strategisch & praxisnah — klare Konzepte, die sich im Alltag bewähren.
  • Flexibel & zeitgemäß — Lösungen, die sich an Menschen und Märkte anpassen.
  • Vernetzend & partnerschaftlich — wir bringen Unternehmen und Klienten nachhaltig zusammen.


Unsere Leistungen

Ob Management, Coaching, Recruiting oder betriebliches Gesundheitsmanagement – wir entwickeln Lösungen, die Wirkung entfalten, Menschen fördern und Unternehmen stärken.


THL‑Consulting – weil Dynamik und Flexibilität heute den Unterschied machen.

Was uns ausmacht

Nahbar und authentisch – so ticken wir


THL‑Consulting bringt frischen Wind in die Vermittlungsbranche. Wir arbeiten auf Augenhöhe – mit Kunden wie Klienten – und bleiben dabei immer nahbar, direkt und verlässlich. Als sympathischer Ansprechpartner schaffen wir Vertrauen, Nähe und ein Miteinander, das echte Zusammenarbeit möglich macht.


Unsere Haltung ist klar: Zufriedenheit auf allen Ebenen. Kunden, Klienten und Partner sollen sich gleichermaßen gut aufgehoben fühlen. Wir erfüllen nicht nur Erwartungen, wir erzeugen Begeisterung. Wenn unsere Klienten mit Leidenschaft hinter ihren Leistungen stehen, entsteht echte Überzeugungskraft – die Basis für langfristige Beziehungen und Einsätze, die wirklich passen.

Wie wir denken

Unkonventionell und glasklar


Wir denken quer und handeln klar. THL‑Consulting wurde gegründet, um Buchungsprozesse und Projekte einfacher, transparenter und kommunikativer zu machen – für alle Beteiligten.


Unsere Klienten genießen denselben VIP‑Faktor wie unsere Kunden: Klarheit, Menschlichkeit und Verlässlichkeit stehen bei uns an erster Stelle. Statt starrer Beratungsmodelle setzen wir auf echte Begegnungen, ehrliche Gespräche und lebendige Zusammenarbeit – mit Menschen, die etwas bewegen wollen.

Services

Leistungen unserer Klienten einfach online buchen

Buchen Sie die Angebote unserer Partner direkt über unser Portal – schnell, einfach und unkompliziert. Ob Beratung, Coaching oder Gesundheitsmanagement: Mit wenigen Klicks finden Sie genau die passende Leistung.

Jetzt auswählen, buchen und profitieren.

Noch nicht die passenden Fachleute Jobs gefunden? 

Noch nicht die passenden Fachleute oder Jobs gefunden?
Wir finden für Sie die richtigen Expertinnen und Experten – oder den Job, der wirklich zu Ihnen passt. Nutzen Sie unsere Netzwerkstärke und Recruiting‑Kompetenz für eine passgenaue Vermittlung.

Kontaktieren Sie uns jetzt unverbindlich und kostenlos.

Leistungen entdecken – einfach online auswählen

Auf unserer Plattform erhalten Sie einen klaren Überblick über alle verfügbaren Leistungen unserer Partner. Mit wenigen Klicks erfahren Sie mehr über Inhalte, Vorteile und Einsatzmöglichkeiten – transparent, schnell und jederzeit verfügbar.

So finden Sie genau die Services, die zu Ihrem Bedarf passen.

Jede Menge messbaren Mehrwert

Die Beratungs- & Managementagentur THL-Consulting in Zahlen

40+

Jahre an Berufserfahrung

80+

Kooperationspartner, Experten, Fachkräfte

96%

Kundenzufriedenheit

91%

Erfolgsquote im Durchschnitt aller Leistungsfelder

Was unsere Klienten und Kunden über uns sagen!

CONNECT

Was können wir für Sie tun?


Sprechen Sie mit uns – unverbindlich und ohne Verpflichtungen. Erzählen Sie uns von Ihrem Anliegen, Ihrem Projekt oder Ihrer Herausforderung. Ob Beratung, Coaching, Recruiting oder betriebliches Gesundheitsmanagement: Wir hören zu, analysieren und entwickeln gemeinsam die passende Lösung.


THL‑Consulting unterstützt Sie mit Erfahrung, Kompetenz und echter Leidenschaft – digital oder persönlich vor Ort. Ihr Erfolg steht für uns im Mittelpunkt.

Zusammenarbeit

Optimal am Start – Problem verbannt!


Starten Sie mit uns stark durch: Wir begleiten Sie persönlich, professionell und mit voller Aufmerksamkeit.


Werden Sie jetzt unser VIP‑Klient – bewerben Sie sich unverbindlich und sichern Sie sich exklusive Betreuung für Ihr Anliegen.

A K T U E L L

von Haufe Online Redaktion 13. März 2026
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von Haufe Online Redaktion 13. März 2026
Übt ein Arbeitnehmer mehrere Jobs für ein und denselben Arbeitgeber aus, sind diese sozialversicherungsrechtlich als Einheit zu bewerten. Es gibt aber Ausnahmen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wann es sich um ein und denselben Arbeitgeber handelt, und lernen verschiedene in der Praxis vorkommende Fallkonstellationen kennen. Die Feststellung eines einheitlichen Beschäftigungsverhältnisses hängt maßgeblich von dem Kriterium der Arbeitgeberidentität ab. Ob eine Übereinstimmung vorliegt, ist rein rechtlich und nicht wirtschaftlich zu beurteilen. Und selbst bei Arbeitgeberidentität gibt es besondere Sachverhalte, die nicht alltäglich und zulässig sind. Mehrfachbeschäftigungen bei einem Arbeitgeber: Grundsatz in der Sozialversicherung Übt ein Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin bei demselben Arbeitgeber gleichzeitig mehrere Beschäftigungen aus, so ist ohne Rücksicht auf die arbeitsvertragliche Gestaltung sozialversicherungsrechtlich von einem einheitlichen Beschäftigungsverhältnis auszugehen. Mehrere Beschäftigungen bei demselben Arbeitgeber werden versicherungsrechtlich also als eine Einheit betrachtet. Es ist auf den in der Sozialversicherung verwendeten Begriff des Arbeitgebers abzustellen, der einen eigenständigen Inhalt hat. Für die Feststellung, ob ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis vorliegt, ist demnach allein zu prüfen, ob Arbeitgeberidentität besteht. Definition "ein und derselbe Arbeitgeber" Arbeitgeberidentität liegt vor, wenn es sich um ein und dieselbe natürliche Person (z. B. Privatperson) oder juristische Person (z. B. GmbH) handelt. Dabei ist es unerheblich, ob die Arbeiten in unterschiedlichen Betrieben oder Betriebsteilen ausgeübt werden. Also liegt beispielsweise ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis zur KFZ-GmbH vor, wenn ein Arbeitnehmer sowohl in der Autowerkstatt als auch in der Autovermietung dieses Arbeitgebers arbeitet, weil es sich bei der KFZ-GmbH um ein und dieselbe juristische Person handelt. Mehrfachbeschäftigung: Arbeitnehmer und Leiharbeitnehmer in einem Betrieb Bei rechtmäßiger Arbeitnehmerüberlassung ist der Verleiher Arbeitgeber der Beschäftigung. Der Entleiher kann den überlassenen Arbeitnehmer daher grundsätzlich immer auch im Rahmen einer eigenständigen Beschäftigung zusätzlich beschäftigen. Dies kann auch auf Basis einer geringfügigen Beschäftigung erfolgen. Ein normales Arbeitsverhältnis und ein Leiharbeitsverhältnis in demselben Betrieb schließen sich somit nicht zwangsläufig aus. Allerdings sind privatrechtliche Vereinbarungen zum Nachteil des Arbeitnehmers nichtig. Ein solcher Missbrauchsfall liegt vor, wenn die bisher ausgeübte Beschäftigung in Teilen ausgelagert und dann im gleichen Umfang und mit gleichem Inhalt entweder im Rahmen einer selbstständigen Tätigkeit oder im Rahmen einer Beschäftigung für einen anderen Arbeitgeber (im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung) fortgeführt wird. In diesen Fällen liegt also immer ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis vor. Beamter und Minijob bei demselben Dienstherrn Bei einem Beamten, der neben seinem Beamtenverhältnis bei demselben Arbeitgeber (Dienstherrn) eine Beschäftigung als Arbeitnehmer ausübt, liegt ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis vor. Gleichwohl ergeben sich sozialversicherungsrechtlich nur Auswirkungen für die "Arbeitnehmer"-Tätigkeit, weil die "Beamten"-Tätigkeit sozialversicherungsfrei und somit für die Bewertung in der Sozialversicherung irrelevant ist. Bei einem regelmäßigen monatlichen Arbeitsentgelt bis zur Geringfügigkeitsgrenze handelt es sich bei einer Tätigkeit als Arbeitnehmer somit um eine geringfügig entlohnte Beschäftigung, die bei der Minijob-Zentrale zu melden ist. Mehrfachbeschäftigung: Altersteilzeit und Minijob Während der Freistellungsphase im Blockmodell der Altersteilzeit darf grundsätzlich keine Arbeit für denselben Arbeitgeber geleistet werden. Dies gilt auch dann, wenn das Entgelt aus dieser Beschäftigung regelmäßig nicht über der Geringfügigkeitsgrenze liegt. In diesen Fällen wird ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis angenommen, was zwangsläufig zur Beendigung des sozialversicherungsrechtlichen Altersteilzeitmodells führt. Es gibt aber Ausnahmen. In besonders begründeten Einzelfällen ist es möglich, das aktive Beschäftigungsverhältnis in der Freistellungsphase für einen begrenzten Zeitraum im geringfügigen Umfang fortzuführen. Allerdings muss hier ein betriebsbedingter wesentlicher Anlass vorliegen. Der ist z. B. gegeben, wenn ein Nachfolger eingearbeitet werden muss oder eine projektbezogene Arbeit anliegt, die in der Arbeitsphase begonnen wurde, aber noch nicht abgeschlossen werden konnte. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet im konkreten Einzelfall grundsätzlich der zuständige Rentenversicherungsträger.
von Stefanie Hornung freie Journalistin 13. März 2026
Menschen sind nicht gut darin, die Leistung anderer zu bewerten – aus unterschiedlichen Gründen. Könnte eine KI das besser? Eine explorative Studie von Dirk Sliwka, Professor im Exzellenzcluster ECONtribute an der Universität zu Köln, und Rainer Rilke, Professor an der WHU Otto Beisheim School of Management, liefert erste Antworten. Generative KI lobt Nutzer oft überschwänglich – sogar bei den dümmsten Fragen oder abwegigsten Ideen. LLMs sind auf positives Feedback getrimmt. Können sie trotzdem bei individueller Leistungsbewertung besser sein als Menschen? "Wir sind nicht so schwer zu schlagen, weil wir nicht gut darin sind, Leistung zu beurteilen", sagt Prof. Dirk Sliwka von der Universität zu Köln. In der Praxis hakt es an vielen Stellen: Der Beitrag Einzelner lässt sich selten sauber von der Teamleistung trennen. Stereotype Rollenbilder und persönliche Vorurteile der Führungskräfte verzerren Ergebnisse. Dazu kommt die soziale Scheu vor harten Urteilen – besonders, wenn am Ergebnis ein Bonus hängt. Wer nimmt Mitarbeitenden schon gern Geld weg? Am Ende landen fast alle Bewertungen im mittleren bis oberen Bereich. Zahlreiche große Unternehmen haben sich aus diesem Grund von individueller Leistungsbewertung verabschiedet: weil daran geknüpfte Gehaltsbestandteile faktisch nicht leistungsabhängig variabel sind. Studie nutzt drei Szenarien zur Leistungsbewertung durch KI Ob KI bei der Leistungsbewertung auf ähnliche Weise Nachsicht walten lässt wie Menschen, ist die Ausgangsfrage der neuen Studie des Exzellenzclusters ECONtribute. Den Anstoß dazu gab Prof. Rainer Michael Rilke von der WHU Otto Beisheim School of Management. Er hatte beobachtet, dass KI-Modelle bei der Beurteilung von Lebensläufen oft sehr milde Urteile abgeben. Die Forscher trieb die Frage um, ob LLMs die Logik menschlicher Texte aus ihren Trainingsdaten übernommen haben und wenn ja, wie sich dies umgehen lässt. Um das herauszufinden, wählten sie drei Szenarien, die sie über die OpenAI-Programmierschnittstelle am Sprachmodell GPT-5-mini testeten: Szenario 1: Die KI sollte die Leistung von 500 CEOs großer US-Unternehmen (S&P 500) auf einer Skala von 1 bis 5 bewerten, ohne direkte Vergleichsmaßstäbe. Und tatsächlich schlug die "typisch menschliche Tendenz zur Milde" voll durch: Die KI vergab überwiegend mittlere Noten und zeigte eine deutliche Zurückhaltung bei negativen Urteilen. Selbst als die Forscher nachlegten und die KI beauftragten, die CEOs einzeln daraufhin zu prüfen, ob sie zu den schlechtesten 20 Prozent der Gruppe gehören, ließ sie weiter Nachsicht walten. Sie ordnete weniger als 0,3 Prozent der Managerinnen und Manager dieser Kategorie zu. Szenario 2: Nun stand die Bewertung von Bewerbungen unterschiedlicher Qualitätsstufen an, die zuvor ebenfalls eine KI erstellt hatte. Dabei testeten die Forscher auch, wie die KI reagiert, wenn sie mehrere Bewerbungen gleichzeitig vergleichen und nach einer vorgegebenen Verteilung (Forced Ranking) einordnen sollte. Einzeln bewertet, wiederholte sich die Großzügigkeit bei der Bewertung. Doch als die KI mehrere Bewerbungen gleichzeitig bewertete, nahm die Differenzierungsfähigkeit deutlich zu. Wirklich präzise wurden die Urteile erst durch eine vorgegebene Verteilung. Szenario 3: Im dritten experimentellen Setting gab es einen klaren, objektiven Leistungsstandard: Die KI sollte die Leistung von Clickworkern bewerten, die Captchas entschlüsselten. Dafür erhielt das LLM "verrauschte", aber objektive Informationen: eine Stichprobe mit einer von zehn bearbeiteten Seiten, die etwa aufgrund des Schweregrads der Aufgaben auch zufällig besser oder schlechter ausfallen konnten. In diesem spezifischen Kontext schätzte die KI die Leistung akkurater ein als menschliche Beurteiler. Obwohl ihr nur ein Bruchteil der Arbeit vorlag, konnte sie die Gesamtleistung daraus ableiten. KI braucht klare Ankerpunkte Die Forscher folgern daraus: Sprachmodelle wie ChatGPT übernehmen tatsächlich häufig menschliche Bewertungsmuster, insbesondere dann, wenn keine klaren Vergleichs- und Bewertungsmaßstäbe vorliegen. "Wie Menschen nutzen LLMs oft nicht die volle Bewertungsskala, sondern konzentrieren sich auf die besseren Noten, weil sie erlernte Bewertungsmuster reproduzieren", so Dirk Sliwka. "Doch sobald objektive Ankerpunkte und Bewertungsmaßstäbe vorhanden sind, bewerten KI-Systeme besser als Menschen." Wo kein klarer, objektiver Maßstab existiert, half der Gruppenvergleich: Die Bewertungen streuten stärker, die Unterschiede wurden sichtbarer. Wie sich das auf die Nachsicht auswirkte, hing aber vom Kontext ab: Im CEO-Szenario hingen einzelne LLM-Urteile eher in der Mitte. Im Vergleich wurden die Ratings nicht nur breiter, sondern im Schnitt auch besser. Der Vergleich machte also eher großzügiger – und zugleich differenzierter. Anders im Bewerbungsszenario: Einzelurteile lagen schon sehr hoch. In der Gruppe wurde die Streuung zwar ebenfalls größer, der Durchschnitt aber niedriger. Der Vergleich machte hier kritischer – und damit ebenfalls differenzierter. "Vergleichende Evaluation schiebt Ratings nicht pauschal nach oben oder unten, sondern korrigiert die jeweils dominante Verzerrung", erklärt Dirk Sliwka. Übertragbarkeit der Ergebnisse zur Leistungsbewertung Inzwischen konnten die Forscher das Ergebnis auch mit Google Gemini replizieren und zeigen, dass sich andere Sprachmodelle aktuell ähnlich verhalten. Also endlich Schluss mit Bewertungen nach Nasenfaktor? Dank KI keine Benachteiligung mehr, weil jemand nicht den gleichen Fußballclub liebt, ein anderes Geschlecht hat oder die eigene Arbeit nicht gut genug zu verkaufen weiß? "Die Ergebnisse sind nicht unbedingt auf alle Job-Typen übertragbar", gibt Prof. Sliwka zu bedenken. Vorgängerstudien haben gezeigt, dass objektive Leistungsmessungen, etwa im Retail Banking, Asset Management oder im Vertrieb leichter möglich sind als in Jobs ohne klar messbare Erfolgsparameter, wie im Backoffice, HR oder bei hochkomplexen Führungsrollen. Weiche Faktoren wie Charisma oder strategisches Geschick lassen sich algorithmisch nur schwer erfassen. Selbst wenn KI auf sämtliche Kommunikationsdaten wie E-Mails, Chats und Meetings zugreifen könnte, was in Deutschland datenschutzrechtlich nicht denkbar ist, besteht die Gefahr der Manipulation. Beschäftigte könnten ihr Verhalten oder ihre Aufgabenbeschreibungen gezielt so optimieren, dass sie von der KI gut bewertet werden. Leistungsbewertung durch KI: Was Unternehmen beachten sollten Ob KI Leistung treffsicher bewertet, hängt vor allem davon ab, welche Daten das Sprachmodell bekommt – und wie man es anleitet. Google-Mitbegründer Sergey Brin berichtete schon im Frühjahr 2025, wie er ein KI-Modell nutzte, um Team-Abläufe und die Leistung von Mitarbeitenden zu bewerten. Das Tool hatte Zugriff auf interne Arbeitsdaten wie Chats und Code-Beiträge. Es erkannte Qualitäten, die für menschliche Vorgesetzte oft unsichtbar sind oder als selbstverständlich wahrgenommen werden. Die KI schlug eine junge Software-Entwicklerin für eine Beförderung vor, die niemand auf dem Schirm hatte. Was sie auszeichnete, war ihr Kommunikationsverhalten: Sie erkannte, wenn Diskussionen in Chats unproduktiv wurden oder vom Thema abdrifteten, und intervenierte dezent, um das Team zurück zum eigentlichen Ziel zu führen. "KI-Bewertungen können Diskriminierung abbauen – besonders im Bewerbungsprozess", sagt Dirk Sliwka. Dort ist die Vergleichsgruppe klar, und niemand muss Entscheiderinnen und Entscheidern erst eine mögliche Benachteiligung nachweisen. In einem Discussion Paper gibt er gemeinsam mit Prof. Rilke Unternehmen die Empfehlung, möglichst viele klare Anhaltspunkte zu liefern. Außerdem sollten KI-Modelle mehrere Mitarbeitende gleichzeitig vergleichen – nicht jede Person isoliert bewerten. Es gelte, die gewünschten Ergebnisse zu präzisieren, etwa mit perzentilbasierten Skalen wie obere oder mittlere 20 Prozent statt nur Floskeln wie "übertrifft Erwartungen". "Wenn KI viele konkrete Indikatoren bekommt, entfällt die kognitive Überforderung, die beim Menschen oft zu pauschalen Bewertungen führt", so Sliwka. Im Optimalfall könnten sogar Forced Rankings überflüssig werden. Doch bisher fehlen weiterführende Feldstudien, die zeigen, wie Beschäftigte psychologisch reagieren, wenn sie wissen, dass sie von einer Maschine bewertet werden. Der Kölner Anreizforscher ist überzeugt: "Das persönliche Feedbackgespräch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter ist als Quelle von Anerkennung und Motivation weiterhin schwer zu ersetzen."
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